{"id":105,"date":"2015-09-04T08:55:35","date_gmt":"2015-09-04T08:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/drugshortage.ch\/?page_id=105"},"modified":"2016-11-30T21:50:43","modified_gmt":"2016-11-30T21:50:43","slug":"home","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.drugshortage.ch\/index.php\/home\/","title":{"rendered":"Home"},"content":{"rendered":"<p>Lieferengp\u00e4sse mit Medikamenten kommen leider immer h\u00e4ufiger vor.<br \/>\nSie sind nicht nur ein spezifisch schweizerisches Problem.<br \/>\nEinige L\u00e4nder haben reagiert, um diesem Problem zu begegnen und haben diverse Programme gestartet, so unter anderen die USA, Kanada, Australien und diverse europ\u00e4ische L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Im Jahr 2012 haben die Kanadische Regierung und die Provinz Alberta eine Multi-Stakeholder Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit Lieferengp\u00e4ssen und deren Management befasst. Vertreten sind dort die Industrieverb\u00e4nde und die Verb\u00e4nde der Berufsleute im Gesundheitswesen.<br \/>\nDiese kanadische Initiative respektive die daraus resultierende Webseite <a href=\"http:\/\/www.drugshortages.ca\/\" target=\"_blank\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">www.drugshortages.ca<\/span><\/u><\/a> dient als Vorbild f\u00fcr die hier vorliegende Webseite.<\/p>\n<p>Leider war es bisher in der Schweiz nicht m\u00f6glich einen gemeinsamen Ansatz zu finden.\u00a0Zum einen ist vielen Leuten in den Beh\u00f6rden und der Industrie noch nicht gen\u00fcgend bewusst, dass ein falscher Umgang mit Lieferengp\u00e4ssen zu Medikationsfehlern f\u00fchren und Patienten gef\u00e4hrden kann. Sowohl bei den Patientinnen und Patienten zu Hause wie auch im Umfeld des Spitals oder der Heime.<br \/>\nZum andern besteht eine gewisse Sorge bei der Industrie, dass falls Informationen \u00fcber Lieferengp\u00e4sse \u00f6ffentlich werden, dies die Konkurrenz zum eigenen Vorteil nutzen k\u00f6nnte.<br \/>\nImmerhin hat der Bund hat eine Informationsdatenbank \u00fcber das Bundesamt f\u00fcr wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) lanciert. Diese Initiative ist ein guter Ansatz, jedoch beleuchtet er nur jene Engp\u00e4sse, die f\u00fcr die Versorgung des Landes relevant sind (so wie es der Auftrag des BWL ist). Die Datenbank wurde erstmals im Jahr 2012 in Aussicht gestellt. Sie wurde im Herbst 2015 in Betrieb genommen\u00a0.^ Diese Datenbank beleuchtet eine\u00a0eng gehaltene Liste von lebenswichtigen Medikamenten : Link BWL.<\/p>\n<p>Da diverse Bem\u00fchungen eine umfassende Datenbank zu f\u00fchren gescheitert sind, ist die private Initative Drugshortage.ch entstanden. Betrieben wird die Webseite von der<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.martinelli.consulting\" target=\"_blank\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Martinelli Consulting GmbH <\/span><\/u><\/a>in Eigenregie.<br \/>\n(Die Entwicklung der Webseite ist ebenfalls in Eigenregie erfolgt, d.h. &#8222;Self-made&#8220; durch Enea Martinelli, dessen zentrale Kompetenz nicht in der Programmierung von Webseiten und Datenbanken liegt &#8230;.)<\/p>\n<p>Diese Webseite\u00a0hat folgende\u00a0Ziele :<\/p>\n<ol>\n<li>\u00dcber die zentrale Plattform werden Berufsleute im Gesundheitswesen fr\u00fchzeitig \u00fcber Lieferengp\u00e4sse informiert und k\u00f6nnen reagieren.<\/li>\n<li>Die Information erfolgt unabh\u00e4ngig von der Ursache des Lieferengpasses und unabh\u00e4ngig davon, ob das Medikament f\u00fcr die Landesversorgung wichtig ist oder nicht.<\/li>\n<li>Oft stehen die abgebenden Stellen im Verdacht schlecht organisiert zu sein. Diese Plattform soll Transparenz gegen\u00fcber Patientinnen und Patienten schaffen.<\/li>\n<li>Die Plattform tr\u00e4gt dazu bei, dass die Firmen den Umgang mit Lieferengp\u00e4ssen kritischer werden.<br \/>\nDie GSASA (Verein der Schweizerischen Amts- und Spitalapotheker) hat dazu eine Empfehlung ver\u00f6ffentlicht :<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gsasa.ch\/deliver.cfm?f=0CD89DA59212A7CBAEDB92D04852B6BD8E2977A394AE38A8831489BB8FEC99682E89A35B9DBBB4B05B93CEB8BA419999F9AB96FDEBCECCB48B8017EBF97C8B944841F45AC4CEB3B6BB5BCCFF83079A40F84DBFB08CBB1A7E0FDBBFC3E4481CB7618F6E12155D06ACCBCEEAD7FCABFD47652FD9\" target=\"_blank\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Empfehlungen der GSASA zum Umgang mit Lieferengp\u00e4ssen<\/span><\/u><\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ziel\u00a0ist es, dass die Firmen, ihre Lieferengp\u00e4sse selbst\u00e4ndig und fr\u00fchzeitig melden wenn sie wissen, dass es bei einem ihrer Produkte zu relevanten Verz\u00f6gerungen in der Lieferkette kommt.\u00a0 Gelingt es den Firmen nicht, ihre Lieferengp\u00e4sse hier aufzulisten, so steht es den Spitalapothekerinnen und Spitalapothekern, den Offizinapothekerinnen und Offizinapothekern sowie den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten offen, hier ihre Meldungen zu machen.\u00a0 Die Meldungen werden ausgewertet und so klassiert, dass am Ende des Jahres die Firmen nach dem Besten und dem Schlechtesten Umgang mit Lieferengp\u00e4ssen beurteilt werden k\u00f6nnen. Die Anzahl der Lieferengp\u00e4sse einer Firma ist f\u00fcr diese Auswertung weniger relevant.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Lieferengp\u00e4sse sind vielf\u00e4ltig und haben ihre Ursache oft nicht einmal in der Schweiz.<br \/>\nM\u00f6gliche Gr\u00fcnde sind :<br \/>\n&#8211; Probleme bei der Herstellung oder Beschaffung des Wirkstoffs oder eines Hilfsstoffs<br \/>\n&#8211; Herstellprobleme<br \/>\n&#8211; Sicherheitsprobleme am Herstellort (in der Schweiz oder im Ausland)<br \/>\n&#8211; Verz\u00f6gerungen bei den Beh\u00f6rden (bez\u00fcglich Inspektionen des Herstellortes oder des Medikamentes).<\/p>\n<p>Es gibt auch Ursachen, die nicht beim Hersteller liegen :<br \/>\n&#8211; ein unerwarteter Anstieg der Nachfrage in der Schweiz oder in anderen L\u00e4ndern\u00a0(z.B. durch den Ausfall eines anderen Medikamentes in der Schweiz und der darauf folgenden\u00a0Kettenreaktion oder durch die &#8222;Tenders&#8220; d.h. \u00f6ffentlichen Ausschreibungen, die\u00a0Verschiebungen f\u00fchren und zum Teil indirekt die Schweiz betreffen).<br \/>\n&#8211; Verschiedene Unterbr\u00fcche in der Lieferkette (z.B. durch\u00a0Streiks)<br \/>\n&#8211; andere Faktoren, die ausserhalb des Einflusses der Lieferanten oder Hersteller liegen (z.B. Naturkatastrophen).<\/p>\n<p>Patientinnen und Patienten, die ihre Medikamente aufgrund eines Lieferengpasses nicht mehr erhalten, sollten unbedingt mit dem Arzt\/\u00c4rztin sprechen, der\/die das Medikament urspr\u00fcnglich verordnet hat oder mit ihrer Stammapotheke Kontakt aufnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieferengp\u00e4sse mit Medikamenten kommen leider immer h\u00e4ufiger vor. Sie sind nicht nur ein spezifisch schweizerisches Problem. Einige L\u00e4nder haben reagiert, um diesem Problem zu begegnen und haben diverse Programme gestartet, so unter anderen die USA, Kanada, Australien und diverse europ\u00e4ische L\u00e4nder. 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